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Gegen Vergessen und Rechtsextremismus

Besuch des Konzentrationslagers Dachau der 3. Oberstufe im Rahmen des Religionsunterrichts, 16. Juni 2012, Pawel Gorski

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Im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts in den beiden Abschlussklassen an der OSWA wurde auf freiwilliger Basis das Projekt „Gegen Vergessen und Rechtsextremismus“ durchgeführt.

Dieses Projekt wurde von unserem kath. Religionslehrer, Pawel Górski gemeinsam mit den katholischen Religionspädagogen aus Kaltbrunn und Benken, Frau Beate Kaschel und Herr Franz Ambühl geplant, vorbereitet und durchgeführt.

Insgesamt nahmen 24 Schülerinnen und Schüler aus 7 Abschlussklassen unserer Region daran teil, davon erfreulicherweise 13 aus Weesen und Amden (fast 100% Beteiligung!)

Da dieses Thema nicht zu den einfachsten gehört, wurden die Jugendlichen in mehreren Religionsunterrichtsstunden, sowie am gemeinsamen Vorbereitungsnachmittag am Mittwoch, 13. Juni in die Problematik des Rechtsextremismus von damals und heute eingeführt. Der besondere Punkt dieser Projektarbeit war die Reise ins Konzentrationslager in Dachau bei München. Diese Mahnstätte, eine von vielen, erinnert heute noch an die Gräueltaten des totalitären Naziregimes  gegen die Menschheit.

Den Verantwortlichen ging es bei dieser Projektarbeit nicht darum, um nach Schuldigen zu suchen, sonder die jungen Menschen darauf zu sensibilisieren, wie wichtig es ist, die totalitären Machtmechanismen zu erkennen, dagegen einzutreten und dadurch sich für die Gerechtigkeit und Würde für alle in der Welt einzusetzen.

Die Nachkriegszeit zeigt uns deutlich, dass Viele aus der Geschichte nichts gelernt haben. Es würde den Rahmen sprengen, wenn wir nur exemplarisch die Staaten oder Regionen aufzählen würden, in welchen in der Nachkriegszeit bis heute die Menschenrechte, die Menschenwürde, gar das menschliche Leben mit Füssen getreten und vernichtet worden sind.  Dabei gab und gibt es unzählige Personen, die die Gräueltaten des Naziregimes gar verleugneten, verleugnen oder zumindest verharmlost haben oder weiterhin verharmlosen. Gerade am 13. Juni starb  im Alter von 98 Jahren einer der prominenten Holocaust-Leugner, der französische Philosoph Roger Garaudy.

Manche mögen sich fragen, was solche Projekte unseren Jugendlichen überhaupt bringen mögen? Hat es überhaupt einen Sinn, zurück anstatt nach vorne zu schauen? Ist es überhaupt zumutbar, das Ausmaß der Kriegsverbrechen zu visualisieren? Eines ist sicher: die Kenntnis der Geschichtsentwicklung  ist bestimmt der beste Berater für Menschen, die als Ziel eine gute, würdige Koexistenz verschiedener Religionen, Völker und Rassen vor Augen haben. Respekt, Achtung, Nächstenliebe wollen gelernt und geübt werden. Deshalb ist es wichtig immer wieder darauf hinzuweisen, wohin es führen kann, wenn Hass, Respektlosigkeit, Arroganz und Ignoranz die Oberhand gewinnen.