|| Bilder aus dem Leben unserer Schule ||

Dachau 2013

Besuch des Konzentrationslagers Dachau der 3. Oberstufe im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts, 3. Juni 2013

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Seraina Neurauter

Eindruck Konzentrationslager Dachau

Ich fand den Besuch in der Gedenkstätte sehr eindrucksvoll. Man hat bis zu diesem Tag das Geschehene verdrängt, doch an diesem Tag musste man sich mit der Realität konfrontieren. Besonders speziell fand ich die Atmosphäre im KZ. Unheimlich fand ich die Eingangshalle, weil das das Originalgebäude war und viele Menschen da durchgegegangen waren. Besonders düster war auch das Gefängnis, weil es kaum beleuchtet war und man noch die Umrisse der Trennwände sah. Die Führung war gut, weil sie nicht das Gleiche wiederholte, was wir bereits in der Schule gelernt hatten. Der Workshop fand ich sehr interessant, auch den Beruf des Lektors lernte man besser kennen. Der Lektor konnte uns animieren gute Texte zu schreiben, und so konnte man das vom Vormittag in Texte verarbeiten.
Dieser Ausflug ist auch für andere Klassen zu empfehlen.

 

Kathrin Sickinger und Pawel Górski

Projekttage “Gegen das Vergessen” an der OSWA

Am 23. Mai und am 3. Juni 2013 wurden an der Oberstufe Weesen-Amden zwei interdisziplinarische Projekttage unter dem Motto: „Gegen das Vergessen“ durchgeführt.

Die Schülerinnen und Schüler der dritten Oberstufenklassen hatten die Möglichkeit, sich im Rahmen des  katholischen und reformierten Religions-, des Ethik- und Geschichtsunterrichts altersgemäss mit den Thematiken des Nationalsozialismus, des Antisemitismus, des Rassismus sowie der Menschenvernichtung auseinander zu setzen.

Die Lernenden der ersten und zweiten Oberstufenklassen eigneten sich während Projekts Kenntnisse über eine andere Kultur bzw. Religion an, um damit Vorurteilen, Ressentiments und Unwissen entgegenzuwirken. Ausserdem sollte den Jugendlichen exemplarisch aufgezeigt werden, inwiefern alle drei monotheistischen Religionen Gemeinsamkeiten miteinander aufweisen.

Zur Vertiefung des Projekts fuhren wir deshalb mit den ersten und zweiten Klassen nach Hohenems/Vorarlberg. Dort begaben wir uns auf die Spuren jüdischen Lebens. Zunächst besuchten wir das renommierte Jüdische Museum Hohenems. Anschliessend besichtigten wir das intakte historische Jüdische Viertel mit Synagoge und Mikwe sowie den jüdischen Friedhof. An allen Stationen erfuhren die Jugendlichen in verschiedenen Kleingruppen, die von einem erfahrenen Museumspädagogen begleitet wurden, Wissenswertens über die Lebensweise, die Kultur oder die Religion des Judentums.

Mit den beiden Abschlussklassen absolvierten  wir eine Exkursion zur KZ- Gedenkstätte Dachau. Unter kompetenter Leitung besichtigten wir das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers und erfuhren dabei, wozu die Menschen fähig sind, wenn sie sich in  Grössen- und Rassenwahn über ihre Mitmenschen erheben. Im Anschluss an die Besichtigung nahmen die Jugendlichen am Workshop „Worte finden für das Unfassbare“  in der Internationalen Jugendbibliothek auf Schloss Blutenberg/ München teil. Der Workshop, welcher vom bekannten Jugendbuchlektor Frank Griesheim geleitet wurde, sollte den jungen Menschen  helfen, das am Vormittag Erlebte und Gesehene kreativ zu verarbeiten und sich handlungsorientiert nochmals mit der Thematik auseinander zu setzen. In Einzelarbeit sowie in  angeregter Diskussion konnten die Jugendlichen ihren Gefühlen und Gedanken Raum geben.  

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei allen, die diese Projekttage mitvorbereitet, durchgeführt oder mitgetragen haben. Insbesondere danke wir unseren Kollegen: Herrn Pfarrer Jörn Schlede, Herrn Hansueli Rüdisüli und Herrn Andres Streiff, für ihr Engagement und ihre Offenheit gegenüber dieser schwierigen Thematik.

Ebenfalls ein grosser Dank gebührt der Schulleitung der OSWA, den Kirchgemeinden in Weesen und Amden (kath. und evangelisch), sowie den beiden politischen Gemeinden Weesen und Amden für ihre finanzielle aber vor allem auch für ihre ideelle Unterstützung. Des Weiteren sei den vielen Eltern gedankt, die den Sinn und die Zielsetzung dieser Projekttage verstanden und uns auch unterstütz haben. Nicht zuletzt möchten wir uns bei den Jugendlichen für ihre respektvolle und  interessierte Präsenz während des gesamten Projekts bedanken.